Lebensraum Rauchbeinschule

Der Name der Rauchbeinschule

Die Rauchbeinschule hat ihren Namen seit 1952. Sie ist benannt nach einem großen Mann der Schwäbisch Gmünder Stadtgeschichte. Hans Rauchbein, geb. um 1500, gestorben 1563, wird von Historikern als bedeutende Persönlichkeit seiner Zeit, als fast legendäre Figur, eingestuft.

Hans Rauchbein wurde wohl als Sohn des Lorenz Rauchbein, eines Kaufmanns, und dessen Ehefrau Barbara, geboren. Wie der Vater erlernte er das Kaufmannsgewerbe und brachte es bald zu Reichtum und Ansehen.
1533 wurde Rauchbein Ratsherr, 1537 erstmals Bürgermeister von Schwäbisch Gmünd. Damals wurden diese immer nur für ein Jahr gewählt. 1552 wurde er Bürgermeister auf Lebenszeit.

In dieser Funktion hat sich Hans Rauchbein sehr verdient gemacht. Als 1544 Hans Diemar von Lindach nach Raubritterart in der Gmünder Gegend hauste, war es Rauchbein, der beim Kaiser die Achterklärung dieses Friedensbrechers durchsetzte.

Beim Kampf gegen die Schmalkaldener am Katharinentage 1546 war er es, der den Widerstand leitete. Als der Widerstand sinnlos geworden war, übergab er die Stadt, ehe sie ernstlich beschädigt wurde. Er war es auch, der die Verhandlungen mit den Siegern führte und später mit größtem Nachdruck beim Kaiser auf Entschädigung für die Verluste, welche die Stadt erlitten hatte, drängte.

Für seine treuen Dienste, die er Kaiser und Reich geleistet hatte, schenkte ihm Karl V. einen silbergoldenen Kelch mit Widmung.