Wer am Vormittag des Pflanzworkshops an den Schulgarten trat, hörte schon von Weitem das Rascheln von Heu und das fröhliche Stimmengewirr der Klasse 3b. Die Kinder waren hochmotiviert, denn diesmal ging es um etwas Besonderes: Die Vorbereitung der Beete für die großen, hungrigen und wärmeliebenden Pflanzen des Sommers.
Vier Beete, viel Heu und noch mehr Teamgeist
Die Aufgabe war klar: Vier Beete sollten mit einer dicken Schicht Heu gemulcht werden, damit später Kulturen wie Mais, Gurken, Kürbis, Tomaten und Zucchini gut wachsen können.
Schnell bildeten sich kleine Teams. Einige lockerten das Heu, andere verteilten es gleichmäßig, wieder andere achteten darauf, dass keine Lücken blieben. Die Kinder staunten, wie weich und geschützt der Boden unter der Mulchschicht wurde.
Zwischendurch hörte man begeisterte Ausrufe:
„Das fühlt sich an wie ein warmes Bett für die Pflanzen!“
„Hier brauchen wir noch eine Handvoll Heu!“
Die 3b verwandelte die Beete in kurzer Zeit in perfekte Plätze für die kommenden Sommerpflanzen.
Warum wir später pflanzen – Ein Blick in die Gartenwelt
Im Gespräch lernten die Kinder, warum diese Kulturen nicht schon bei der ersten Pflanzung in die Erde durften. Tomaten, Kürbisse, Gurken und Zucchini sind echte Sonnenfreunde. Sie mögen es warm und vertragen keine späten Fröste.
Darum findet die zweite Pflanzung erst nach den Eisheiligen statt – also dann, wenn die Nächte wieder mild sind und die Pflanzen sicher wachsen können. Für viele war das ein spannender Moment: „Also müssen wir auf das Wetter hören, bevor wir pflanzen!“
Die zweite Pflanzung – Jetzt wird’s richtig sommerlich
Nachdem die Beete vorbereitet waren, begann die eigentliche Pflanzarbeit. Die Kinder setzten und säten eine bunte Mischung:
• Mais
• Gurken
• Kürbis
• Tomaten
• Zucchini
• Buschbohnen
• Sellerie
• Lauch
Während einige Kinder vorsichtig Tomatenpflanzen in die Erde setzten, zogen andere Reihen für die Buschbohnen. Besonders beliebt war das Pflanzen der Kürbisse – vielleicht, weil alle schon an die riesigen Blätter dachten, die später den Boden bedecken werden.
Ein Doppelstunde voller Erfolgserlebnisse
Am Ende standen die Kinder stolz vor ihren vier Beeten. Die Mulchschicht lag sauber, die Pflanzen waren gesetzt, die Samen verteilt. Die Klasse 3b hatte nicht nur gelernt, wie man ein Beet vorbereitet, sondern auch, warum manche Pflanzen Geduld brauchen und erst später ins Freiland dürfen.
Mit dieser zweiten Pflanzung ist der Sommer im Schulgarten angekommen. Jetzt heißt es wieder: beobachten, pflegen und staunen, wie aus kleinen Pflanzen kräftige Gemüsepflanzen werden.